Bis vor kurzem wurden Veganer als Hippies abgstempelt, Öko- Freaks, die wie in den 70er Jahren in wilden Kommunen leben, sich nicht waschen und gegen alles und jeden sind. Diese Zeiten sind zum Glück langsam aber sicher vorbei. Um nicht zu sagen, vegan sein ist „in“ wie nie und erlebt ein regelrechten Boom. Immer mehr vegane Restaurants öffnen ihre Türen, die Auswahl an veganen Lebensmitteln wächst stetig und immer mehr Menschen widmen sich dem Thema.

Wir haben hier ein paar gute Gründe zusammengefasst, warum man sich für ein veganes Leben entscheiden sollte.

1. Tierschutz und Tierrechte

Alle tierischen Produkte, angefangen von den Lebensmitteln bis hin zu den Kleidern oder sonstige Produkte stammen zum größten Teil aus Massentierhaltungen.Von wegen glückliche Tiere, so wie es uns die Werbung verkaufen will. Den Leuten geht es vor allem um eins: so viel wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich und vor allem so billig wie möglich zu produzieren. Heutzutage wir Fleisch in extremen Massen konsumiert, noch nie war die Situation so extrem! Und es kommt noch schlimmer: Damals, wir kennen es noch alle von den Geschichten unserer Großeltern, war Fleisch ein Luxusgut und wurde, man bekam es, wenn man Glück hatte, einmal in der Woche auf den Teller. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, da Fleisch so billig ist wie noch nie. Wir denken schon gar nicht mehr darüber nach. Fleisch ist bei uns also kein Luxus mehr, und diese Entwicklung, die unser Kontinent nach dem zweiten Weltkrieg durchgemacht hat, hat gerade in den aufstrebenden Entwicklungsländern begonnen. China, Indien und Südamerika können sich immer mehr Fleisch leisten, und dort leben wie wir wissen einige Milliarden Menschen mehr als in Europa. Die Folgen sind verheerend für die Umwelt, den Tierschutz und die menschliche Gesundheit. Allein in China sind mittlerweile 500 Millionen Menschen übergewichtig!
Auch das Thema Nahrungsergänzung für Tiere soll nicht ignoriert werden. Den Tieren werden massenweise Medikamente, Antibiotika und Hormone verabreicht, um noch schneller zu wachsen, um noch mehr Muskeln zu bekommen oder noch immuner zu werden um besser produzieren zu können. Es ist pervers!
Hühnern geht es dabei nicht anders, auch sie dienen uns nur als Produkt und Mittel zum Zweck. Sie leben eingepfercht in Käfigen und werden so gezüchtet, dass sie überdurchschnittlich viele Eier legen, aber kaum Muskelmasse aufbauen. Wie auch, sie können sich ja nicht bewegen. Die Hälfte der geschlüpften Küken sind männlich, aber nur Hennen können Eier legen und sind mehr als unerwünscht. Deswegen werden sie so schnell wie möglich entsorgt, vergast oder einfach weggeschmissen.
Die Hennen, die am Leben bleiben dürfen, verbringen den Rest ihres Lebens in viel zu kleinen Käfigen, den sogenannten Legebatterien. Bevor sie dort hinkommen, wird ihnen zuerst die Schnabelspitze abgeschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig zu Tode picken. Nach ungefähr 1,5 Jahren lässt die Massenproduktion eines Huhns nach und wird folglich geschlachtet.
Eine normale Lebenserwartung eines Huhns liegt bei 15-20 Jahren.

2. Umweltschutz

Hilfe, Klimawandel! Seit einigen Jahren werden wir mit diesem Thema terrorisiert, bekommen unzählige Horrormeldungen von brutalen Wetterschwankungen und müssen uns auf noch schlimmere vorbereiten. Dass wir Schuld an der brutalen Umweltverschmutzung sind ist klar, doch dass wir das mit unserer Ernährung noch stärker unterstützen wissen wir nicht, oder zumindest wollen wir es nicht wissen.
So wie wir uns ernähren und wie wir leben verursachen wir Unmengen an CO2. Allein die Tierhaltung ist für 18% der Kohlendioxid Emissionen verantwortlich, im Vergleich dazu verursachen unserer Transportmittel insgesamt nur 13%. Gewusst dass 1 kg Rindfleisch bis zu 16 kg CO2 verursacht? In der Herstellung werden dafür bis zu 20.000 Liter Wasser verbraucht, und wenn man die ganze Produktion berechnet kommt man am Ende auf ganze 335 kg Kohlendioxid für ein Kilogramm Fleisch. Na Mahlzeit!
Es gibt noch viele weitere Beispiele die klarmachen, welche Auswirkungen die Fleischproduktion auf unseren Planeten hat, viel zu brutal um so unbewusst mit Fleisch umzugehen, so wie wir Menschen es tun.
Pflanzliche Lebensmittel wie zum Beispiel Kartoffeln brauchen im Vergleich 290 Liter Wasser und produzieren 143 g CO2.
Neben den extremen Emissionen, die durch die Fleischproduktion freigegeben werden, verschmutzen außerdem die hohe Anzahl an Medikamenten das Grundwasser. Mit wie viel Chemie die Tiere gefüttert werden, haben wir bereits erwähnt. Aber die Stoffe gelangen nicht nur über den Verzehr von Fleisch in unseren Körper, sondern durch Ausscheidungen (Gülle, die auf die Felder gebracht wird) in den Erdboden, der somit extrem übersäuert wird.

3. Menschrechte

Durch den Aufschwung der globalen Mittelschicht steigt die Nachfrage nach Fleisch und Tierprodukten, in Folge auch die Nachfrage nach Futtermitteln. Man schätzt, dass mittlerweile 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Nutztierhaltung genutzt werden. Dass dies zum Konflikt mit dem Nahrungsmittelanbau für Menschen führt ist nur eine logische Konsequenz. Über 40% von der weltweiten Ernte von Roggen, Weizen, Mais und Hafer werden als Futtermittel verwendet. 842 Millionen Menschen weltweit haben momentan nicht genug Nahrungsmittel um gesund zu leben.
Weltweit werden enorme Landstriche für Monokulturen hergenommen, Felder von Kleinbauern oder indigenen Völker werden aufgekauft oder die Bevölkerung wird einfach vertrieben. Der Welthunger ist nicht auf mangelnde Lebensmittel zurückzuführen, sondern auf eine ungerechte Verteilung der Ressourcen und die Geldgier der immer größer werdenden Konzerne.

4. Gesundheit

Veganismus ist die gesündeste Ernährungsweise der Welt. Sie beruht auf ausschließlich natürlichen pflanzlichen Produkten. Körperliche Reaktionen, wie zB. Laktoseintoleranz zeigen, dass der Körper nicht dafür gemacht ist, sich von Milchprodukten zu ernähren. Der Konsum von Milchprodukten ist vor allem ein westliches Phänomen, denn wenn man nach Asien schaut, kann man sehen, dass dort auch keine Milchprodukte verzehrt werden. Woher kommt es dann, dass die Japaner ganz vorne sind auf der Liste der gesündesten Menschen der Welt?
Obwohl Milch einen hohen Gehalt an Kalzium hat, ist sie auch in der Lage dem Körper das Kalzium zu entziehen, denn durch das tierische Protein wird der Körper übersäuert, was zur Folge hat, dass für die Neutralisierung des Körpers dem Körper wieder Kalzium entzieht.
Veganer haben hier einen eindeutigen Vorteil, da sie durch eine ausgewogene pflanzliche Ernährung über bessere Kalziumlieferanten verfügen. Außerdem ist die Bioverfügbarkeit von Kalzium mit 49- 61% in vielen Gemüsesorten höher als bei Kuhmilch mit 30%.
Es ist auch bestätigt, dass Veganer wegen ihrer abwechslungsreichen Ernährung, die reich an gesättigten Fetten ist, seltener an Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen, erhöhtem Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck leiden. Es ist also ein eindeutiger Vorteil gegenüber von Fleischessern. Warum will man aber die Menschen überzeugen, dass man Fleisch und Milchprodukte essen soll? Einmal natürlich, um den Verkauf in Schwung zu halten, und zweitens: je mehr Krankheiten, desto besser für die Pharmaindustrie. Denkt mal darüber nach…

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